Bildungspodium - Freie Schule für freue Menschen! Wie viel Autonomie braucht die Schule?

Übersicht der Workshops am Waldorftag 2010

WS
Nr

Titel; Workshopleiter/In

Beschreibung des Workshops

Über die Referenten/Innen

1

Begegnung mit dem Staat
„Wege zur Schulautonomie“
Heidi Schrodt, AHS-Direktorin Rahlgasse, Wien

Aus der Praxis einer Schulleiterin soll möglichst konkret  aufgezeigt werden, welche Spielräume für Autonomie es in einer öffentlichen österreichischen Schule gibt und mit welchen Stolpersteinen zu rechnen ist.

Heidi Schrodt, ist Jahrgang 1950; Studium der Germanistik und Anglistik. 17 Jahre Unterrichtstätigkeit und Tätigkeit als Schülerberaterin an einer Wiener AHS. Seit 1992 Direktorin am Gymnasium Rahlgasse in Wien. Teilnahme an großen Schulentwicklungs- und Schulversuchsprojekten. Lehrbeauftragte an der Universität Klagenfurt und an der Pädagogischen Hochschule Baden. Seit 1992 Entwicklung eines Genderschwerpunkts am Gymnasium Rahlgasse in Kooperation mit ForscherInnen und Schulen in ganz Europa. Zahlreiche Publikationen zu Gender- und Koedukationsfragen sowie zu allgemeinen bildungspolitischen Fragen. Trägerin des Wiener Frauenpreises 2005.

2

Begegnung in der Erziehungspartnerschaft: Idee und Wirklichkeit der Selbstverwaltung
Karl Martin Dietz
Friedrich von Hardenberg Institut, Heidelberg

Ausgehend von den markanten Anregungen Rudolf Steiners zur Gestaltung der Erziehungspartnerschaft sollen gemeinsam Gesichtspunkte zu ihrer Konkretisierung erarbeitet werden.

Karl Martin Dietz, geboren 1945 in Heidelberg, Studium der Klassischen Philologie, Germanistik und Philosophie, und der Wirtschaftswissenschaften, in Heidelberg, Tübingen und Rom. Promotion mit einer Arbeit über vorsokratische Philosophie. 1974 bis 1980 Lehrtätigkeit an der Universität Heidelberg. 1978 Begründung des Friedrich von Hardenberg Instituts für Kulturwissenschaften in Heidelberg zusammen mit Thomas Kracht. Im Rahmen des Instituts seit 1990 auch Seminare in Unternehmen und Organisationen zu Persönlichkeitsentwicklung, Selbstführung und zu Fragen der Zusammenarbeit. Seit 2003 Lehrauftrag an der Universität Karlsruhe zur "Dialogischen Führung"

3

Begegnung mit der Realität
Wilfried Herold, Waldorflehrer;
Edgar Hernegger, Schülervater und Elternrat;
sowie Eltern & Lehrer aus der Selbstverwaltung autonomer Schulen

Ein Schul-Dialog  –  Eltern und Lehrer aus den Selbstverwaltungsgremien von Schulen in freier Trägerschaft sind eingeladen, ihre Zusammenarbeits­strukturen darzustellen und einander teilhaben zu lassen: an ihren Erfolgen, aber auch an noch ungelösten Fragen. Lassen wir uns beflügeln von einem bunten Reigen partnerschaftlicher Erziehungsbegleitung und Schulführung!

Wilfried Herold - geboren 1954, Ausbildung zum Gymnasial- und Waldorflehrer; Klassenlehrer seit 1988, seit 1994 in der Landschule Schönau a. d. Triesting; tätig in verschiedenen Bereichen der schulischen Selbstverwaltung und  Qualitätsentwicklung.

Edgar Hernegger, geboren 1957, Unternehmer, Innsbruck, Waldorf-Vater seit 1999, beschäftigt sich seither mit schulischer Selbstverwaltung und Strukturierung der Elternmitarbeit/-trägerschaft, Bundeselternsprecher der österr. Waldorfschulen

4

Begegnung mit meinen Rollen
Jürgen Matzat
Theaterpädagoge, Eurythmist, Wien

Eine Rolle einzunehmen, kann bequem, beengend, förderlich, amüsant sein - Nur: Sind sie uns bewusst? Gehören sie wirklich (zu) mir? Kann ich sie ablegen? Und was dann? Ein Streifzug durch Rollen, Masken, wahre Gesichter...

Jürgen Matzat, ist 1956 in Kassel/BRD geboren. Ausbildungen zum Tischler, Eurythmisten, Energietherapeuten, Theaterpädagogen. 12 Jahre Fachlehrer an der Rudolf Steiner Schule Pötzleinsdorf/Wien, Aufbau des Eurythmietheaters Wien, Mitarbeit in der Erwachsenen- und Lehrerbildung, seit 7 Jahren Theaterpädagoge im Wiener Lernzentrum "Walz"

5

Begegnung im System –Bewegung und Entwicklung im System Friedrich Platzer, Organisationsberater

 

Schule ist Aufgabe und Entwicklung, ist Eigenverantwortung und Zusammenarbeit. Schule ist Organisation, System, soziale Gemeinschaft. Aufgehen in der Organisation? Untergehen im System? Verirrungen und Verwirrungen in der Gemeinschaft? Ein Workshop zum Experimentieren: Organisation wird Form eigenverantwortlicher Zusammenarbeit. System wird Gestaltung sich entwickelnder Verhältnisse. Gemeinschaft wird klar und beweglich …. für die Aufgabe.

Friedrich Platzer, geb. 1962, seit 1994 Organisationsberater, Moderator, Trainer und Coach; Studium der Politikwissenschaft und Geschichte, der Sozialen Dreigliederung im Seminar Stuttgart, Ausbildung in Organisationsentwicklung (Trigon), Organisations- und Strukturaufstellungen (Apsys) und im Qualitätsverfahren „Wege zur Qualität“; Beratungsschwerpunkt: Zeitgemäße Formen der Zusammenarbeit und Selbstverwaltung; verheiratet, 2 Kinder

6

Begegnung in Bewegung Brigitte Reepmaker, Eurythmistin

 

Bewegung bringt Begegnung mit sich und mit anderen. Durch das Spielen mit Bewegungselementen erweitern wir unser Repertoire von Ausdrucksmöglichkeiten und so eröffnen sich uns in diesem Workshop neue Wege der Begegnung.

Brigitte Reepmaker, Geboren und aufgewachsen in Linz. Einem Studienjahr in Paris folgten das Eurythmiestudium in Wien und Fortbildungen in der Schweiz, Holland und England. Eingeheiratet in die holländische Volksseele. 8 Jahre Unterrichtserfahrung an der RSS Wien – Mauer, 3 Jahre Heileurythmistin an der RSS Wien Pötzleinsdorf. Während dieser Jahre die Gründung des Eurythmie¬theaters Fundevogel. Jahrelange Aufführungs- und Tourneetätigkeit im In- und Ausland. Begründung der Academy of Living Movement und Unterrichtstätigkeit am Zentrum für Kultur und Pädagogik. Ausbildungen in Energiearbeit, Spiraldynamik und zur Trainerin in der Franklin® Methode.

7

Begegnung im Konflikt
Peter Eigler, Kommunikationstrainer
Salzburg

Wie können wir im Konfliktfall mit anderen Menschen in Verbindung bleiben, egal was diese sagen oder tun?
Das Modell der gewaltfreien Kommunikation zeigt einen Weg auf, wie wir in 4 Schritten von einer urteilenden zu einer lebensbejahenden Kommunikation kommen können. Wir übernehmen die Verantwortung, wie wir uns fühlen und geben diese niemals ab.

Peter Eigler: Ausbildung an der HTL Mödling in Hochfrequenz, Elektronik und Nachrichtentechnik. Mehrjährige Tätigkeit bei einem internationalen Automobilhersteller in Österreich, Deutschland und England. 30 Jahre Leitung eines mittelständischen Handelsunternehmens in Österreich.
NLP Trainer, DVNLP®
Dipl. Coach,  Generative Coaching. Systemischer Strukturaufsteller nach Prof. Varga von Kibed und Insa Sparrer.
SYST®  - MÜNCHEN. Kommunikationstrainer nach dem Modell der "Gewaltfreien Kommunikation" von Marshall Rosenberg. Seit 2002 selbstständig tätig in gewerblicher Vermögensberatung, Coaching und Kommunikationstraining.

8

Begegnung durch Musik
Michael Walter, Musiklehrer Rudolf Steiner, Schule Salzburg

Wir begegnen einander in Hörstudien, Improvisationsübungen und gemeinsamem Singen. Welche Prozesse werden dadurch bei uns selber sichtbar?  Die Kunst des Zuhörens dient dabei als Voraussetzung für das eigene Tun - kann da etwas Neues an Klangreichtum und sozialem Dialog musikalisch entstehen?

Michael Walter: Nach dem Studium in Klavier, Komposition und Dirigieren arbeitet Michael Walter seit 1982 an der Universität Mozarteum und an der Rudolf-Steiner-Schule in Salzburg. Neben der Pädagogik kommt es regelmäßig zur Aufführung eigener Kompositionen und zur Konzerttätigkeit im Bereich der Kammermusik. In den vergangenen Jahren ist Michael Walter als UNESCO Referent verstärkt tätig im Bereich der Umwelt- und Friedenserziehung im Umraum der Salzburger Waldorfschule.

9

Begegnung mit der Verweigerung
Dieter Kuhs, Oberstufenlehrer, Lehrerausbildung, Wien

Verweigerung ist besser als ihr Ruf. Wir könnten im Workshop  erforschen, wo und wie sie im Zusammenspiel mit ihrer Gegenkraft, der  Bejahung oder gar Verschmelzung, in elementarer Weise Farbe in unser  Seelenleben bringt. Bezogen auf eine Pädagogik im Jugendalter: Wie  bringen wir die Verweigerung an die richtigen Stellen?

Dieter Kuhs wurde 1954 in Ulm/Donau geboren; Klassen-, später Oberstufenlehrer an 
Waldorfschulen in Wien und Berlin; derzeitige Schwerpunkte: Bildende 
Kunst, Literatur, Religion.

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Begegnung mit Humor
Ilka und Martin Kotal, Clown und Ausbildner

Clowneske Bühnenarbeit kann uns wunderbar bildhaft vor Augen führen, was bei jeder Begegnungen zwischen Menschen im Alltag, Beruf- und Privatleben zu erleben ist. Die offene, einfache Art des Clowns bringt unsere ureigenen Verhaltensweisen überdeutlich zum Vorschein und lässt diese in Begegnung mit einem anderen „clownesken“ Individuum als wunderbar komischen Eindruck im Zuseher erscheinen. Clowns sind einfach im Hier und Jetzt und da sich alle Menschen zeitgleich in einem anderen Hier und Jetzt befinden werden diese Begegnungen meist von alleine sehr humorvoll und komisch. Der Focus einer Bühnesituation gibt uns überdeutlich die Möglichkeit, clowneskes, aber auch menschliches Begegnen stattfinden zu lassen. Ein Nachmittag voller bewegender Begegnungen!

Ilka und Martin Kotal, Ilka geboren in Bremerhaven, Martin geboren in Wien. Ausbildung zum Schauspieler/in und Clown, einerseits in Kiel und Hamburg andererseits in Stuttgart, Tessin und Hamburg, wo man sich dann auch kennenlernte.
Seit 1988 als Schauspiel-, Comedian- und Clownduo in Deutschland und Österreich tätig.
Seit 1998 bei den Rote Nasen Clowndoctors in verschiedenen Spitälern als Clowns im Einsatz.
Seit 2004 als Lehrer für Erwachsene, Anfänger, Fortgeschrittene, Profis, in der Internationalen Schule für Humor (ISH) mit Schwerpunkt Clown - Basics, sowie Clown und Musik.
Seit 1997 als Kotal & Kotal Clowntheater und Comedyduo in Österreich unterwegs.
2008 Gründung des ersten Clowntheater in Wien, Theater Olé, Beatrixgasse 3a, 1030 Wien.
2009 Stv. Künstlerischer Leiter Rote Nasen Clowndoctors.

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Begegnung mit dem Künstler in uns
Arnold Nobis, Kunstlehrer, Rudolf Steiner Schule Wien Mauer

 

Es werden Arbeitsmaterial, Technik und Herangehensweise an die Plastik erklärt. Der direkte Kontakt der Hände beim Plastizieren eröffnet den inneren Dialog zwischen dem Menschen und seinem Kunstwerk.

Arnold Nobis Jahrgang 1977, Fünfjähriger Auslandsaufenthalt in Spanien, Studium der angewandten Skulptur und Design an der Kunstschule Pamplona, Navarra. Ausbildung zum Waldorflehrer am Zentrum für Kultur & Pädagogik, in Wien. Freischaffender Künstler. Lehrer für Bildhauerei, Plastizieren, Zeichnen und Malen an der Rudolf Steiner Schule Wien, Mauer




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